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freitage voller/

Ich verschwende keine Worte mehr. Alle können sagen was sie wollen, ich trinke Tee. Wer nichts Kluges zu sagen hat darf hier nicht schweigen: umgeben von Dummheit und Krankheit und Oberflächen deren Inneres so flach ist, wie ihre Bäuche sein sollten. Ich setzte mich da hin; ich setzte mich da hin; nun bin ich schon sozial und kein Stuhl ist frei. Die Kunst ist frei und macht jeden freier und die Beschäftigungstherapie lässt das zu, auch hinter verschlossenen Türen und ich bleibe auf dem Hocker mit dem Fugenkleber sitzen bis ich wieder Freiheit brauche. Um elf Uhr muss ich sie brauchen, die Therapie ist alle: ich und der Tee sind allein. Cäcilia macht wohl mit Gate Nachturlaub; ich muss ihr Verantwortung für mich noch beibringen. Dann würde ich ihr zur Belohnung von den bunten Nudeln geben, die sind vegetarisch. Vegetarische Tiere sind sehr gut; Vegetarier sind nur halbe Menschen und Raucher auch und alle die immer nur Kiwis essen, ohne dass sich ihre Mägen zusammenziehen. Aus dem Tiefschlaf holt mich der Chefarzt persönlich. Im Halbkreis steht die weiße Brigade um mein Bett, ich bin wohl ziemlich krank. Krankheit macht den Menschen weich, ich rede: Subjekt Prädikat Objekt, die Reihenfolge ist mir peinlich: Tomatenkopf ich. Und werde auch nicht wieder rosa vom Gedächnistraining das ich nicht besuchen will. Man lässt mich unbegossen stehen. Ich bin keine Tomate und brauche das Wasser um grün zu werden, bei grün darf man gehen und ich Ampelmännchen stolziere stolz hinter und mache brav meine Aufgaben. Aber ich will was mit ohne Worte und Bilder suchen und mit dem roten Kugelschreiber ausmalen; das ist der Rest Tomate in mir. Dagegen gibt mir die Psychologin die Anleitung zum Unglücklichsein, aber die kenne ich schon und lese nur eine Geschichte mit einem Hammer. Raushauen kann mich Annmarie die nur zu Besuch ist. Wir sprechen von Leuten mit Namen Oberüber und Hamburger Flair kommt auf und Fischgeruch in meinen Kopf. Bis No kommt vergesse ich Berlin. Als er da ist vergesse ich was wir sagen; er ließt ein bisschen vor und darf lange bleiben. Ich warte bis halb vier auf die Dämmerung. Dann gebe ich der Tablette nach.
4.4.08 09:05
 


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