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ausgelegt/

Ich wache auf, ich denke ich muss einen Schlafanzug kaufen, noch im T-Shirt und unten ohne. Ich blicke hinüber und sehe Nos Abwehrschwäche: eitergewölbte Bläschen haben einen Teppich um sein rechtes Naseninnere gelegt: Er kann meinen Wunsch nicht abwehren; ich drücke, er schreit. Wir gehen in mein neues Zimmer, K423, gleich rechts das erste hinter der verschlossenen Tür im St. Hedwig; nur noch die Eule von Harry Potter heißt Hedwig, sie ist nicht heilig. Auf dem Tisch steht ein Weihnachtsstern, er blüht nicht, morgen ist Ostern. No stopft eine Tablette zwischen die brösligen Blumentopfkrumen, ich bekomme Valium. Im Nebenzimmer zieht mir eine alte Schwester Blut aus der Vene. Ihre Brille thront zwischen ihren Dauerwellen und ein neongelbes Bändchen hält sie, wenn sie überschwappt. No ist im Wartesaal, über ihm hängen einfarbige Eier in Reihen die Decke entlang, und aufgeblasene Hasen wie Furzkissen. Im der Neuen Nationalgalerie, No war da, fliegen ganze Geschichten in Reihen über die Köpfe der Leute. Ich habe die orangen Buchstabenfädchen vorbeiziehen sehen, als ich neulich mit dem Fahrrad lang fuhr. Nachdem ich über den Hiroshimasteg fuhr. Jetzt verlege ich mein Genießen in die nackten Füße in den schwarzen Lederschuhen über den Krankenhausgang zurück in mein Zimmer. Da ist Gitte und belastet mein linkes Ohr mit ihrer elektrischen Zahnbürste. Es gibt ein Luftabzug aus dem Licht scheint. No zählt die blauen Plastiktassen vor dem Weihnachtsstern. Sie spiegeln sich in der frisch gewachsenen goldenen Kugel darin. Ich vermute mein Froschkönig hat sie gebracht, falls seine Königstochter hier endlich auftauchen sollte. Er nimmt meine Hand und küsst in die Luft zwischen den Fingerkuppen zum Abschied. Ich hülle meinen Körper in den zart gestreiften, langärmligen Schlafanzug, unter die zart gestreifte dünne Bettwäsche und reibe mir Teebaumöl unter die Nase, davon kommen die weißen Bläschen.
22.3.08 00:00


hingelakt

Die Raupe auf meiner Pulsader ist fettgefressen und lila, wie Nos Lippen nach einer kranken Nacht. Wenn ich sie morgens sehe und sie ist schmal und rosa, dann war es ein gesunder Schlaf und die Narbe verwächst. Jetzt lila, finde ich die Flecken an Knöchel und Schienbein; als ich fiel heute Nacht, weil ich mir den Mund eincremen wollte, trocken vom Stöhnen gegen Gittes Schnarchen. Für meine Ohnmacht bekam ich zwei kopfgroße Nierenschalen aus Altpapier und Angst, ich könne das bisschen Restvalium erbrechen, obwohl es längst durch mein Blut meine Nieren passiert hatte. Mit dem Frühstück verquirllen sich die Gedanken mit den gebatikten Plastikeiern, lose auf dem Tisch. An der Terrine gibt es echte, kräftig gefärbte Eier, und ich esse keine, weil ich denke: sie sind innen blau. Es ist halb Acht Uhr und eine Schwester fragt, wer zum Osterfrühstück kommen will, um halb neun. Ich mache mich auf den Rückweg und neben mir geht ein Pfleger mit einem schönen Korb. Als er zur Seite guckt und weiß, dass ich von ganz vorne komme, fängt er hinten an die Schokohasen zu verteilen. Er legt sie auf die Kopfkissen, wie Betthupferl im Hotel. Ich schlafe bis es Kaiserschmarrn gibt, den ich noch nie gegessen habe. Auf dem Weg zum Bett begegne ich Gitte und ihren Arzt und sie feilschen um Pillen. Auf der linken Seite meiner Goldkugel finde ich einen Sticker: ein Hase hat auch einen langärmeligen Schlafanzug und gähnt immer. Gegenüber sehe ich Hedwigs nördlichen Flügel und ich glaube sie ist eine Fabrik, denn rote Backsteine zieren die kolossalen Mauern. Eine Glasbrücke verbindet beide Flügel; drüben stellen sie Schlafsand her: wenn Hedwig ihn durch die Brücke schluckt werden alle hier ruhig und taumelig. Auch die Ärzte und Besucher fangen sich an die Augen zu reiben. Eben saßen No und ich noch auf dem Bett und nickten uns zu: Wir hätten auch ins Kino gehen können. Jetzt nicken wir ein: Die Laken sind nicht resistent, niemand zieht sie glatt. Nos Lindthasen zu Ostern hüpfen über die Falten, die Finger galoppieren über die Streifen, die Lippen über die Flecken.
23.3.08 07:30


durchgeschaut

Mein taubenblauer NIL-Kugelschreiber wird mit jedem Wort heller. Der Pfleger sagt: alle Pfleger brauchen alle Kugelschreiber und Minen haben sie sowieso nicht. Aber neben einem kahlen Strauß liegt ein oranger Kugelschreiber auf einem Tisch am Ganganfang, und ich tausche die Mine mit meiner, aber lange geht das nicht mehr.
Ich will schlafen, aber es gibt einen Zwiespalt, der sich nicht auflösen lässt: ein Licht lässt sich nicht löschen und gleichzeitig schnarcht Gitte (schon oder noch). Wenn ich das Licht wegen No anlasse, liegt er nie dabei im gleichen Raum und zersägt ganze Wälder. Mit Birken könnte ich leben, aber es sind mindestens diese dicken Elefantenbäume, die im Urwald stehen und von Greepeace geschützt werden.
Ich schnorre im Raucherraum: Sie dreht mir eine vom Tabak von Uwe, mit der Motorradjacke mit gelbe und neonpinken Streifen. Und er liest die deutsche Version aus einem zweisprachigen Märchenbüchlein und deutet die Zeichen. Ein Pole stottert die russischen Wörter. Ich schalte das Radio ein und nicke im Takt. Suse schlachtet ihr Lamm und füttert Uwe mit dem Kuchenkopf, ich gehe und versuche es mit dem Schlaf.
Es ist ein leichter. Ich grüße zweitstündig die Kontrolleure und träume zwischendrin alb. Einmal kümmere ich mich um einen Westiland White Terrier schlecht. Einmal drehe ich mich in einem beigen Sumpf mit Tiefseefischen, die sich an meinen ausgestreckten Bein festbeißen. Einmal besichtige ich mit No Konzertsäle und mir wird schwindlig von den schrägen, dass wir gehen.
Vor dem Frühstück creme ich mich im Bad vollständig ein. Wegen einer Vermutung fasse ich die heruntergelassene Hose am Bund. Ich ziehe viel zu langsam als der Pfleger einen guten Morgen wünscht. Darum weiß ich noch nicht, ob ich später duschen werde.
Im Essenraum sitzt mir ein riesig braungebrannter Mann gegenüber, mit kurzgeschorenem weißem Haar, massiv blauen Augen und engen Lederhosen, die man an den Seiten auf- und zuschnüren kann. Man erkennt den Gang an seinen Cowboystiefeln. Ich will mir schwarzen Tee holen, aber ich greife nach dem falschen Beutel. Ich frage den Pfleger, der mich nackt gesehen hat, nach Milch; ich Früchtetee wird sie lila und gerinnt. Ich nehme für No einen Heidelbeerjoghurt mit aufs Zimmer; ich werde ihn gegen den Stift tauschen, den er aus der deutschen Botschaft in Mailand hat; der NIL schreibt nur noch jedes zweite Wort.
23.3.08 19:29


weggelöscht/

Erfolgserlebnis am Mittag: der gleichgroße Schalter wie der Hauptschalter für das Hauptlicht, unter dem Hauptschalter ist der Schalter gleichgroß, für das kleine Licht am Luftabzug, das man nicht versteht, das nachts stört. Der Mittag beginnt also bunt; eine Schwester bringt Bild der Frau und Frau von heute, von gestern und vorgestern. Ich lese die Hits mit Hack und über Keilsandalen. Die Modetipps bringen nichts, ich trage das rote Schleifenbändchen vom Lindthasen ohne Glöckchen, als Kette für die Raupe. Gitte liegt wieder nur auf dem Bett, wir reden nicht; gestern habe ich mir eine Nagelschere geliehen um meinen neuen Pack Socken sauber in Paare zu trennen. Auf dem Flur ist Thomas. Später werde ich ihn vielleicht rezitieren und sagen zu No: Du und Thomas, ihr seid aus dem gleichen Holz geschnitzt, ihr würdet euch beide gegenseitig die Fahrräder klauen, wenn ihr welche hättet. Thomas sagt, ich sehe aus wie eine Piratenbraut, denn ich trage ein Kopftuch mi roten Ankern. Eine Frau in roter Strickjacke sagt, wir sind hier Menschen zweiter Klasse. No trägt immer eine dünne Wollrippstrickjacke mit kleinen Perlmuttknöpfen, die an der Hinterseite gammelig aussehen. Zur Feier des Ostermontags gibt es Lammgulasch. Ich fühle mich irre, als ich sage, dass ich bitte von den grünen Bohnen dazu hätte. In meinem Zimmer wächst eine Pflanze wie eine Bohnenranke am Fenster hoch. Falls sie rauswachsen will habe ich das Fenster immer einen Spaltbreit offen.
Bevor Besuch kommen kann, wache ich und striegle ich mich ordentlich und ziehe frische Socken an. Damit spaziere ich ein Stündchen den Gang entlang; und trinke Fencheltee. Thomas bessert dabei mein Russisch auf. Als er No als Musterschüler tituliert bitte ich ihn zu gehen. Er bleibt zum Tischtennis. Ich knote ihm noch seine Binde on der Hand, dann geht er zufrieden und wir bleiben zufrieden. Wir schwitzen. No wäscht seine Füße bevor er sich zu mir setzt. Auch Gitte kommt dazu und zieht aus, in K445, zu ihrer Freundin, ich dachte sie hat gar keine. Jetzt bitte ich No mir Reisezahnpasta zu besorgen. Erfolgserlebnisse am Abend: niemand wird heute Nacht mit schnarchen stören. No auch nicht: Er muss Taxi in Brandenburg fahren. Ich tröpfle ihm Teebaumöl in die Nase zur Beruhigung. Ich sage ich muss auch Nachtschicht machen: ich muss beim Bühnenaufbau helfen, weil mich selbst letztes Mal die Schrägen gestört haben. Ich wasche Nos Socken mit Bebe Young Care Shower Creme, die hellgrauen mit klarem Wasser. Ich hänge sie über die Heizung, denn niemand ist da.

24.3.08 11:20


überhöht/

Die Nacht ist erst wie Rosis rote Sonnenbrille, da fängt der Blick Feuer. Ich sitze im Bett, mit ausgestreckten Beinen parallel und etwas spricht mir nach, wenn ich Jan Wagner lese. Bis um zehn liege ich wach von der Stille, bis um zwölf von einem Augenpaar wie meinem unterm Bett. Zur Wiedergutmachung kaufen wir im Schlaf Kekspackungen für bis zu 40 Euro. Dazu einen Film mit einem Model, das keinen Sex mehr will, aber Pizza mit extra Sahne. Ich biete beim Frühstück Abwechslung mit einem Gespräch älterer Herrschaften über Kurorte mit „Usedom“ ein. Dann gibt es meine erste Gruppentherapie: Gitte fragt, ob man immer Muckefuck hinstellen kann. Schwester Carmen berichtet, dass immer jemand alle Milch in die Caro-Kaffee-Dose gießt und dann die Teelöffel in diese Pampe steckt. Niemand sieht mich lachen. Zwei sagen, dass das hier eine Luxusvilla ist. Ich will, dass immer jemand klopft bevor er reinkommt. Es soll später ein Gartenspaziergang gemacht werden. Man wird sehen, ob ich mitkomme. Sicher ist, dass ich mir Tee hole. Gleich im Raum gegenüber vom Gruppentherapieraum ist der Ergotherapieraum, jetzt sitzt die Gruppe da und malt. Ich nutze meine Position als Patient und stelle mich stumm an den Türrahmen, gleich spricht der Mann mich an: er möchte, dass ich kleine Schalen töpfere zum Verschenken oder für Oliven. Bevor ich beginne glasierte Mosaiksteine auf einem Bilderrahmen kleben holt der Chefarzt mich raus. Ich muss die ganze Zeit auf dem Flur stehen und ich muss davon schwitzen. Er lässt mich gehen und die Ergotherapie ist vorbei. Ich kann auch nicht in mein Zimmer, da wird geputzt. Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn die Putzfrau mein Zimmer putzt. Ich glaube auch nicht, dass sie gut putzt. Trotzdem gehe ich essen, es gibt Grützwurst, sie nennen es Blutwurst, ich esse Fisch. Er ist blau und hätte besser in Senfsoße gepasst; der Himmel ist auch blau und No und ich würden gut drunter passen. Später gehe ich mit ihm raus. Draußen grub ein Gärtner gelbe Stiefmütterchen ins Beet, denn die Erde ist dunkler als wo sie neu sind, von oben ist das gut zu sehen. Später, unten, wühle ich da durch. Um die Ecke sind die Hackeschen Höfe, hier bin ich dann die hackesche Ratte. Sonst gibt es hier nur Raben. Einer ist gut: er patroulliert die Regenrinne. Dann sitzt er zehn Minuten am Ende, bis er sich falle lässt und lässig erst auf halber Höhe die Flügel schlägt. Der Gartenspaziergang fällt aus; Thomas streicht mir eine Paiette von der Wange. Diese Dinger spicken meinen BH; sie verteilen sich so vielfältig in der Umwelt wie Nos Haar; mir klebt auch schon eines am Eckzahn und funkelte, sagt Rosi.
25.3.08 00:00


ausgegangen/

Ich stelle mich mit der leeren blauen Plastiktasse vor die Tür, denn das habe ich noch nicht gemacht. Hier ist eine Nische im Gang, in die ich mich ungesehen lehne; in der Ecke ein Spiegel in Fischaugenoptik sagt den Fall an, dass jemand kommt. Die Glastür nach außen zeigt den Fahrstuhl nach unten. K0 leuchtet rot die Amatur daneben: K1, K2, K3, K4, NO. Er zieht an der Hand, die Schwester zeigt den grünen Daumen, die Fahrstuhltüren schließen wieder. Erst besichtigen wir Hedwigs Brücke: die abgestandene Luft einer Speiseröhre, jedoch lichtdurchflutet durchsichtbar. Die ersten Schritte zur Spree schweigen wir zügig. Vor’m Dom ducken wir uns am Eingang und sehen wie jede Kirche aussieht und die Kuppel. Richtung Staatsoper kommen wir ins Deutsche Historische Museum: eine Installation zeigt die Grenzentwicklung Europas der letzten zweitausend Jahre. Sonst gibt es im Eingangsbereich noch Beamer, die die Ausgänge anzeigen. Vor dem Museumsshop steht schon ein Postkartenständer mit einem nackten Paar, das einer Schulklasse das Kondom präsentiert. Die Größenrelationen sind schockierend: die Kindsköpfe würden locker durch die Muschi in der Bildmitte passen. Ich nehme es mit, aber die Linden möchte ich nicht weiter unterwandern. Hinten ist ein zweiter Eingang; unser geübtes Besucherverhalten verschafft uns Eingang: bei Napoleon. Die goldenen Bienen auf seinem Mantel seien ein besonders verweisendes Zeichen, sagt ein Student. In unseren Mäntel ist es warm, wir bleiben zwischen Biedermeier und Wiener Kongress. Wir gehen wie wir gekommen sind, über die Schütler-Treppe, aber ich sage: wir schütteln die Treppe runter. Und ich sage: wir lustwandeln über die Domwiese, vorbei am Gerippe des Palastes der Republik aus der ich noch stamme. Aber wenn wir unsere Schuhe ausgezogen haben werden wir ganz alle. Und stumpf: wir schweigen. Und ungemütlich: wir essen nur Salat. Im Haus gegenüber wird ein OP-Tisch abgewischt, in der halbrunden Deckenhauptlampe spiegelt sich nur das Fenster; mit der goldenen Kugel spiele ich nicht, vielleicht sitzt der Frosch gar nicht mehr im Brunnen, dann holt sie keiner raus. No betrachtet seine Fingernägel ausgiebig, während ich einen ausgiebigen Fingernägelartikel aus der Zeitung vorlese: Vielleicht Schuppenflechte oder Arthritis, wir kommen nicht weiter.
25.3.08 15:01


verwässert/

Die Nacht beginnt schwammig mit ein paar nassen Füßen im Bad. Sie geht weiter, verschwommen, sind die Bilder im Traum von dem Vater der sich das Genick bricht und seinem Kind hinterher schwimmt, während ich nur No Reitunterricht gebe. Aus meinem Bettzeug muss ich mich schaufeln, quälend, der Schweiz zwischen den Schenkeln. Aber um sechs ist endlich Schluss damit, denn die schnarchende Zimmergenossin Nummer Zwei geht duschen. Zum Glück wiederholt sie immer, dass es Frühstück, Mittag und Abendbrot gibt. Ich folge immer später; gucke auf die goldene Kugel neben goldenem Hasen; damit sie weiß, dass wir nicht zusammen gehen. Ich komme mit Gate mit zum Morgensport, den die Teuerkauf macht. Wir massieren die Füße mit Stachelbällen, das mochte ich nie. Wieder neue Ärzte stellen wieder den Sinn der Gruppentherapie dar, aber es heißt nur noch Morgenrunde, niemand sagt etwas dazu. Bei der Ergotherapie wähle ich die unelegante Lösung. Der Mann findet es schlecht, wenn ich die Mosaiksteine über den Holzrand klebe und will, dass ich nicht alles so dicht lege, sondern mit Freiraum und Fugen. Und nicht nur eine türkise Fläche. Er sieht seine Dummheit nicht ein, soll er doch Kohlrolladen rollen. Das Gruppengespräch ebenso kunstvoll: ein Dreieck entsteht ohne Lösungsvorschläge: Ich entleere mic mit Carokaffee, Apfel und Mamorkuchen – es riecht nach Weizen als es wieder rauskommt. Entschlackung ist gut, Bewegung ist besser, haben viele gedacht und akkurate Ringe in den beigen Vorhang gekokelt. Ich suche einen dicken Jungen zum Tischtennis und gewinne beide Spiele. Kaum Schweiz davon, doch ich gehe mit No auf die Brücke; über dem Wasser kann ich stehen, ganz gerade; rufe den Vater an; und No tief in meine hellen Irisse sinken lassen: sie leiten ihn ins Bad. Dort ist der Boden beige und von einem minten Muster bezogen. Der Ablauf zieht schlecht und es entsteht eine Pfütze, die die Fliesen bläut. Der beste Wasserstrahl der Welt wird drauf gehalten und müsste gefilmt werden, wie er das Licht bricht. Ich muss noch meine Wäsche waschen; als ich die weißen Socken dazu finde ist No gegangen. Er hinterlässt mir eine Pinzette, der Himmel ist schon tiefschwwarz, da erkenne ich die zarten Stiche im blauen Handtuch: zarte royale Herzen.
26.3.08 20:03


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